Die Rampen sind begehrt

21.10.2009 - WIESBADEN

Von Julia Porten

FERIENPROGRAMM Skateboardkurs für Jungs und Mädchen im Colosseum

14 Kinder zwischen elf und 13 Jahren fahren begeistert auf ihren Skateboards hin und her, kreuz und quer durch die lichtdurchflutete Colosseum-Skatehalle in der Murnaustraße. Einige versuchen mit ihren Boards Tricks in der Luft zu machen, andere fahren die teilweise steilen Rampen der Halle hoch und runter.

Mittagessen gehört dazu

Die Kinder nehmen am Skateboardkurs für Anfänger und Fortgeschrittene des Vereins Skate-Colosseum I teil. Dieser bietet seinen Kurs bis Freitag im Herbstferienprogramm des Amts für soziale Arbeit an. Auch Mittagessen für die hungrigen Skater sind in den Kurskosten von 40 Euro enthalten.

Geschützt durch Helm und Schoner haben die Kinder hier die Möglichkeit, mit ihren Skateboards erste Tricks zu probieren, die Rampen der Halle zu bewältigen oder erstmal das Fahren und Lenken auf dem rollenden Brett zu erlernen. Sie lassen sich vom häufigeren Hinfallen und möglichen Verletzungen nicht zurückhalten. "Hinzufallen kann schon weh tun, aber ich fahr dann weiter, wenn es besser ist", sagt der zwölfjährige Robin, der schon sicherer auf dem Skateboard ist und auch in seiner Freizeit fährt. Die meisten Kinder haben sich ihre Skateboards und Schoner von zu Hause mitgebracht, die Ausrüstung hätte man aber auch vor Ort leihen können.

In der Halle spielt moderne Pop-Musik. "Die Stimmung ist gut, alle gehen offen miteinander um", meint die 13-jährige Patrizia, die erstmals einen Skateboardkurs besucht. Neben ihr sind noch Sonja und Denise, beide elf Jahre, dabei. Die drei Mädchen haben sich schon vorher in ihrer Freizeit ein wenig auf dem rollenden Brett versucht. "Die Jungs können schon mehr als wir", gestehen sie. Doch das macht ihnen und auch den Jungs nicht viel aus.

"Jeder kann fahren wie er will", sagt der Betreuer Manuel, denn in dem Kurs gibt es Kinder mit weniger oder etwas mehr Erfahrung auf dem Skateboard, und so unterscheiden sich auch die Interessen. Manche wollen erstmal die Grundlagen lernen oder sind besonders daran interessiert, Tricks mit ihrem Skateboard zu machen, und andere wie Robin meinen: "Rampen fahren macht am meisten Spaß." Deshalb haben die Betreuer Manuel Eckstein (25) und Tim Cabalo (23) die Kinder nach Fahrstärke in zwei Gruppen eingeteilt, um den Kindern so gezielter mit Tipps und Tricks zur Seite stehen zu können. Die beiden Betreuer skaten in ihrer Freizeit selbst.

Noch bis Freitag machen die Kinder mit ihren Skateboards die Halle in der Murnaustraße unsicher. Die Mädchen und Jungs hoffen, bis dahin noch eine Menge zu lernen und sicherer auf ihren Skateboards zu werden.

Quelle: http://www.wiesbadener-kurier.de/region/wiesbaden/meldungen/7720596.htmhttp://www.wiesbadener-kurier.de/region/wiesbaden/meldungen/7720596.htm